Wacken Stories: Thomas Vollbrecht

In fast 30 Jahren W:O:A kommt einiges an Geschichten zusammen – ob abgefahren, herzerwärmend, hintergründig oder einfach lustig. Diese Geschichten haben wir gesammelt und dazu mit den Leuten gesprochen, die auf oder neben dem „Wacken Holy Ground“ leben, arbeiten und feiern. Ihre Erlebnisse zeigen den besonderen Geist des Festivals, deshalb viel Spaß mit besonderen Anekdoten, die es nicht überall gibt: Hier sind die „Wacken Stories“!Thomas „Völle“ Vollbrecht (Band Host, radelnde Suchmaschine, W:O:A-Stammgast)
„Plötzlich war Dios Equipment verschwunden“

Seit 23 Jahren reist Thomas „Völle“ Vollbrecht nach Wacken, anfangs noch als Besucher, mittlerweile als Band Host, also Künstlerbetreuer. Damit gehört er als fester Bestandteil zur Mannschaft hinter den Kulissen. Trotz aller gebotenen Diskretion gewährt er uns einen kleinen Einblick in die sagenumwobenen Backstage-Bereiche.

„Zum ersten Mal bin ich 1996 nach Wacken gefahren, als Schreiber und Mitherausgeber des Scream Fanzine Germany. Das war das letzte Jahr, in dem die Bühne noch in der berühmten „Kuhle“ stand, wo sich heute das große Artist Village befindet.

Als ich damals am Donnerstagabend gegen halb neun zum Gelände gekommen bin, hat mich ein einsamer Ordner auf die große Wiese durchgewunken, wo inzwischen die Louder Stage steht. Da sollte der Parkplatz für die Künstler, VIPs und Pressemenschen sein, aber tatsächlich war ich mutterseelenallein. Auf der Suche nach etwas Essbarem musste ich anschließend durch das ganze Dorf laufen, weit und breit war keine Menschenseele zu sehen. Erst beim Imbiss bin ich einem anderen Metaller begegnet. Heute kann man sich das kaum vorstellen…

Seinerzeit war ich schon viel mit Musikern unterwegs, 1999 wurde ich dann offiziell von den Veranstaltern angesprochen, ob ich nicht auf dem Festival als Band Host arbeiten möchte. Das heißt: Künstler und Crew in Empfang nehmen und ihnen alles zeigen. Ich sage im Spaß immer, dass dieser Job hier erfunden wurde. Übertrieben gesagt bin ich das erste und das letzte Gesicht, das unsere Gäste zu sehen bekommen, und repräsentiere quasi den Veranstalter. Das beginnt mit Kleinigkeiten wie dem Weg zu den Duschen oder dem Catering und endet damit, dass ich die Techniker der Band mit unseren zusammenbringe. Ich helfe verlorene Instrumente von Fluggesellschaften wieder zu beschaffen und beantworte Fragen nach Bier.

Natürlich erinnere ich mich an einige ziemlich spezielle Geschichten, aber Diskretion wird bei uns groß geschrieben, deshalb kann ich nicht groß ausholen. Nur zwei Beispiele: In einem Jahr herrschte hier große Aufregung, weil der Trailer mit dem Equipment von Dio urplötzlich verschwunden war! Letztlich bin ich mit dem Fahrrad durch das ganze Dorf gerast. Sprichwörtlich in letzter Sekunde habe ich das Ding dann zum Glück gefunden. Oder der Tag, an dem mein Band Host-Kollege Stoney und ich mit Alice Cooper eine Runde durch Wacken drehen ‚mussten‘. Cooper hatte darum gebeten, weil er sich wirklich alles ansehen und erklärt haben wollte. Das war schon toll.

Früher fühlte sich der Job oft noch mehr nach, sagen wir, dem ‚Wilden Westen‘ an: Es wurde viel improvisiert, Dinge mussten manchmal über Köpfe hinweg entscheiden werden, um die Künstler pünktlich zur Bühne zu bringen. Heute läuft das ganz anders. Das Team bereitet Monate vorher alles so detailliert wie möglich vor, denn damit die Show pünktlich und reibungslos abläuft, muss alles wie ein Schweizer Uhrwerk funktionieren und ineinandergreifen. Und falls ich tatsächlich doch mal nicht mehr weiter weiß, kann ich mich jederzeit auf eine fantastische Artist Production im Hintergrund verlassen, die im Zweifel immer eine Lösung finden.“

Völles Wunsch für das 30. W:O:A, wenn alles möglich wäre:
„Eindeutig Dio. Sein letzter Auftritt mit Heaven And Hell war pure Magie. Um bei den Lebenden zu bleiben: Wenn ich einmal Angus Young beim Binden seiner Krawatte behilflich sein dürfte, könnte ich ruhigen Gewissens in Band Host-Ruhestand gehen.“

Text: Tom Küppers
Foto: Thomas Vollbrecht

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Annihilator verkünden neue Konzerttermine für 2019

Es war Annihilator nicht leicht gefallen, aber die kanadischen Thrash-Ikonen um Jeff Waters mussten ihre komplette Tour For The Demented auf kommendes Jahr verschieben. Die Termine stehen jetzt, Tickets bekommt ihr bei Metaltix! Bereits für 2018 erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit.

Waters verspricht jede Menge Highlights für alle Annihilator-Fans, das Beste aus der gesamten Band-Karriere und brandneues Material – das solltet ihr euch nicht entgehen lassen!

Annihilator 2019
18.10. Kiel, Pumpe
19.10. Bremen, Tivoli
20.10. Bochum, Zeche
22.10. Köln, Luxor
08.11. Memmingen, Kaminwerk
26.11. Berlin, Lido
27.11. Aschaffenburg, Colos-Saal
28.11. Nürnberg, Hirsch
29.11. Jena, F-Haus
30.11. Karlsruhe, Substage

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Wacken Stories: Asim Searah

In fast 30 Jahren W:O:A kommt einiges an Geschichten zusammen – ob abgefahren, herzerwärmend, hintergründig oder einfach lustig. Diese Geschichten haben wir gesammelt und dazu mit den Leuten gesprochen, die auf oder neben dem „Wacken Holy Ground“ leben, arbeiten und feiern. Ihre Erlebnisse zeigen den besonderen Geist des Festivals, deshalb viel Spaß mit besonderen Anekdoten, die es nicht überall gibt: Hier sind die „Wacken Stories“!Asim Searah (Wintersun-Gitarrist, Absolvent der „Wacken-Schule fürs Leben“)
„Dank Wacken habe ich gelernt, auch vor großen Träumen nicht zurückzuschrecken“

Die Musik steht beim Wacken immer im Mittelpunkt, Abertausende Musiker haben sich auf unseren Bühnen schon die Ehre gegeben, doch die W:O:A-Geschichte von Wintersun-Gitarrist Asim Searah ist sicherlich einzigartig…

„Ich wurde 1989 in Pakistan geboren. Mit noch nicht mal 17 Jahren war ich 2006 zum ersten Mal als Besucher in Wacken. Vorher hatte ich noch kein richtiges Festival erlebt mit so großen Namen wie den Scorpions, Whitesnake, Children Of Bodom oder Motörhead. Das fand ich schon alles sehr beeindruckend. Aber meine Lieblingsband waren schon damals Wintersun, für die ich mich sogar bis in die erste Reihe vor der True Metal-Stage, wie sie damals noch genannt wurde, vorgekämpft habe. Die Jungs standen schon um die Mittagszeit auf der Bühne, deswegen musste ich für Festivalverhältnisse richtig früh aus den Federn und mich auf den Weg machen. Ich habe mich brav angestellt, gewartet bis die Tore aufgehen und bin dann nach vorne gerannt.

Nach dem Konzert gab es noch ein Meet & Greet. Da konnte ich sogar ein bisschen mit Jari und den anderen plaudern. Von diesem Tag an wusste ich genau, dass ich auch Musik machen und irgendwann mal in Wacken auf der großen Hauptbühne stehen will. Ein Traum – und der ist jetzt wahr geworden.“

Kaum zurück zu Hause widmet sich Asim in jeder freien Minute der Musik und erhält 2017 schließlich die Möglichkeit, bei seiner Lieblingsband einzusteigen. Eine Gelegenheit, bei der er ohne Zögern zugreift.

„Als Mitglied von Wintersun auf der Harder Stage zu stehen, fühlt sich noch ein wenig unwirklich an. Aber dank Wacken habe ich gelernt, auch vor großen Träumen nicht zurückzuschrecken. Unser Bassist Jukka hat mich damals irgendwann ganz beiläufig gefragt, ob ich denn auch im Sommer für Festivals Zeit hätte, zum Beispiel am 4. August. Was genau das Datum ist, an dem ich die Band damals in Wacken gesehen habe. Ich habe das natürlich bejaht, doch erst als er von der Bestätigung für das W:O:A gesprochen hat, wurde mir klar, was gerade passiert. Ich bin wie ein Irrer durch die Gegend gehüpft! Der Auftritt selbst fühlte sich absolut fantastisch an und hätte ruhig noch länger dauern können. Das nächste Ziel steht fest: Eines Tages in Wacken den Headliner geben.“

Strenggenommen markiert die Wintersun-Show 2018 nicht mal Asims ersten Auftritt auf dem „Holy Ground“.

„Schon 2006 konnte man hier viele verrückte und coole Dinge sehen und erleben. Unter anderem standen auf dem Gelände Toilettenhäuschen, in die ein Schlagzeug und Verstärker eingebaut waren, Instrumente gab es ebenfalls dazu. Die konnten sich die Leute schnappen und Krach machen. Das musste ich sofort ausprobieren, und genau davon gibt es auf der Wacken-Webseite sogar ein Foto. Das ist schon alles sehr abgefahren, oder?“

Asims Wunsch für das 30. W:O:A, wenn alles möglich wäre:
„Dio. Und von den noch aktiven Bands Metallica.“

Text: Tom Küppers

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Adam "Nergal" Darski von Behemoth im Gespräch mit der DKMS zum Thema Blutkrebs

Das DKMS-Team war auch in diesem Jahr wieder auf dem W:O:A, um gemeinsam mit euch den Blutkrebs zu bekämpfen.

Während des W:O:A nahm sich Behemoth-Frontmann Adam „Nergal“ Darski die Zeit, um mit DKMS Mitarbeiterin Simone Henrich ausgiebig über seinen eigenen Überlebenskampf nach der Diagnose Blutkrebs zu sprechen. Seinerzeit brachte er zusammen mit der DKMS in Polen eine Aktion ins Rollen, die allein in Deutschland und Polen über 80.000 Menschen dazu bewegte sich registrieren zu lassen.


Den gesamten Beitrag zum Video könnt ihr hier lesen!

Die Registrierung und Typisierung bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei kostet euch vielleicht 5 Minuten eurer Zeit. Einem anderen Menschen kann sie aber ein neues Leben ermöglichen.

Wenn ihr auch Leben retten wollt, dann könnt ihr euch direkt hier auf der Homepage der DKMS anmelden: www.dkms.de/de/spender-werden

 
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Wacken Stories: Jörg Düsedau

In fast 30 Jahren W:O:A kommt einiges an Geschichten zusammen – ob abgefahren, herzerwärmend, hintergründig oder einfach lustig. Diese Geschichten haben wir gesammelt und dazu mit den Leuten gesprochen, die auf oder neben dem „Wacken Holy Ground“ leben, arbeiten und feiern. Ihre Erlebnisse zeigen den besonderen Geist des Festivals, deshalb viel Spaß mit besonderen Anekdoten, die es nicht überall gibt: Hier sind die „Wacken Stories“!Jörg Düsedau (Booker, Tourmanager, Langstreckenläufer)
„Ich hatte sicher über 20 km auf der Uhr!“

Seit 17 Jahren arbeitet der Hamburger Jörg „Schrörg“ Düsedau von der Bookingagentur Dragon Productions mit dem W:O:A zusammen, daneben betätigt er sich ehrenamtlich für die Wacken Foundation. Die Strecke, die er seitdem auf dem „Holy Ground“ zurückgelegt hat, reicht vermutlich für einen Marathon oder zwei.

„Ich habe zwar noch nicht alle Festivals gesehen, aber sicher schon viele, und keins ist so riesig wie Wacken. Irgendwo wollen die vielen Menschen ja schließlich auch untergebracht werden. Nächstes Jahr werde ich wohl zum 25. Mal dabei sein. Das ist schon erstaunlich, wenn man so drüber nachdenkt.

Vor 15 Jahren habe ich mal als Tourmanager für Gamma Ray und Freedom Call in Wacken gearbeitet. Kreator sind im Bus mitgefahren, waren also auch da. Das hieß für mich: drei Bands gleichzeitig! Am Abend kam ich mir so vor, als wäre ich den gesamten Tag nur gelaufen, ohne Pause. Ich war total fertig und hatte sicher weit über 20 km auf der Uhr. Als ich mich gerade setzen wollte, mein Hintern hatte kaum die Sitzfläche des Stuhls berührt, sprach mich Daniel an, der Schlagzeuger von Gamma Ray: ‚Du, Schrörg, ich habe meine Spielschuhe im Bus vergessen. Kannst du die noch mal kurz holen?‘ Dabei stand der Bus über einen Kilometer weit weg, und da kam ich gerade her! Ich dachte: Das kann doch nicht sein Ernst sein! Aber ich bin natürlich aufgestanden und losgelatscht, habe die Schuhe geholt und sie ihm gegeben. Wieder wollte ich mich endlich hinsetzen, da kam Mille von Kreator: ‚Du, Schrörg, wir haben hier noch Shirts für unseren Merchstand. Kannst du die da kurz hinbringen?‘ Nochmal locker zwei Kilometer, mit einer 20kg-Kiste! Da ist es dann aus mir rausgeplatzt: ‚Nee, Mille. Da suche dir jetzt bitte jemand anderen!‘ Wenn ich heute an den Tag denke, tun mir meine Füße noch immer weh.

Wer Wacken kennt, der weiß, dass die Wege dort manchmal weit sind. Denn da gibt es halt richtig viel, die verschiedenen Bühnen, das Zelt, Wackinger Village und so weiter. Das ist schon gigantisch. Aber trotz der vielen Rennerei, die bei uns zum Job gehört, freue ich mich jedes Jahr wieder total auf das erste Wochenende im August. Klar bedeutet das W:O:A vor allem Business, aber vom Privaten kann ich das schlecht trennen. Mittlerweile nehme ich deshalb auch meine Frau und seit neuestem auch meinen Sohn mit. So wird daraus ein richtiges Familiending.

Meine Bands wollen alle auf dem Wacken spielen, völlig egal, ob Newcomer oder Veteranen mit 30 Jahren Erfahrung! Ein Auftritt auf dem Festival bedeutet etwas Besonderes, und gerade die jungen Musiker freuen sich ein Loch in den Bauch, wenn es klappt. Für sie geht damit ein Traum in Erfüllung.“

Schrörgs Wunsch für das 30. W:O:A, wenn alles möglich wäre:
„Black Sabbath!“

Text: Ann G. Jung

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Wacken Stories: Jörg Stammer

In fast 30 Jahren W:O:A kommt einiges an Geschichten zusammen – ob abgefahren, herzerwärmend, hintergründig oder einfach lustig. Diese Geschichten haben wir gesammelt und dazu mit den Leuten gesprochen, die auf oder neben dem „Wacken Holy Ground“ leben, arbeiten und feiern. Ihre Erlebnisse zeigen den besonderen Geist des Festivals, deshalb viel Spaß mit besonderen Anekdoten, die es nicht überall gibt: Hier sind die „Wacken Stories“!Jörg Stammer (Kriminalhauptkommissar, W:O:A-Polizeichef, dienstältester „Bull-Head“ der City)
„Seine Freunde hatten ihm ein Bierfass an die Stirn geklebt“

Seit neun Jahren gehört Jörg Stammer bereits mit großer Freude in leitender Funktion zur Polizeiwache auf dem W:O:A-Gelände. Er erlebt immer wieder Kurioses, doch die Sache mit dem Bierfass am Kopf eines Metalheads wird er nicht vergessen…

„Ich bin seit 2009 auf dem W:O:A im Dienst und leite mit zwei weiteren Kollegen die Wache, die wir hier jährlich aufbauen. Fast täglich gibt es bei uns kuriose Geschichten. Zum Beispiel kommen immer wieder Besucher, die ihren Zeltplatz nicht wiederfinden. In diesem Jahr standen an einem Abend zwei junge Damen vor unserer Wache, die am Morgen aus Süddeutschland angereist waren, ihr Zelt aufgebaut hatten und sofort losgestiefelt sind. Abends kamen sie dann völlig verzweifelt zu uns und wussten nicht mehr, wo sie hin sollten. Mehrere Kollegen sind fast drei Stunden mit ihnen auf die Suche gegangen und haben das Zelt auch gefunden. Die Damen waren heillos glücklich.

2017 hat ein Gast sich tatsächlich über zu laute Musik im Bereich der Camping-Area beschwert. Auf einem Heavy Metal-Festival ist das schon außergewöhnlich.
Ganz besonders ist mir aber ein Metaller in Erinnerung geblieben, der gar nicht bei uns auflief, sondern drüben bei den Sanitätern. Seine Freunde hatten ihm, offenbar während er schlief, ein Fünf-Liter-Weißblech-Bierfass an die Stirn geklebt. Allerdings nicht mit Gaffa, sondern mit Sekundenkleber! So war er sprichwörtlich zum „Metal-Head“ geworden. Die Sanitäter konnten ihm helfen, aber das Bild vergesse ich sicher nicht.

Ansonsten muss man sagen, dass alle Kollegen, die aus dem gesamten Bundesland Schleswig-Holstein hier zum Dienst antreten, freiwillig und wirklich sehr gern auf dem Wacken arbeiten. Der Job ist jedes Jahr heiß begehrt! Das liegt zum einen daran, dass dieses Festival als absolut friedlich gilt. Zum anderen aber auch daran, wie wir Polizisten hier von den Besuchern aufgenommen werden. ‚Ihr macht einen ganz tollen Job‘, ,Ihr seid immer präsent, aber nie aufdringlich’, ,Wir können euch immer ansprechen’ – solche Sätze hören die Kollegen hier sehr oft. Auf Wacken kann ich alleine in Uniform über den Campground laufen und muss als einzige Attacken spontane Umarmungen, Selfie-Wünsche und Dankerufe befürchten. Das ist für alle Kollegen einfach außergewöhnlich, aber genau das macht das Wacken eben auch aus und so besonders.“

Stammers Wunsch für das 30. W:O:A, wenn alles möglich wäre:
„Metallica würde ich sehr gerne sehen.“

Text & Foto: Katharina Metag

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Neue Bands für die Wacken Winter Nights 2019!

Heute konnten gleich 4 neue Bands für die Wacken Winter Nights 2019 bestätigt werden!

Dem Billing des mittelalterliche Fantasy-Metal Festivals haben sich die dänischen Folk Metaller HULDRE, die deutsche Irish Folk Punk Band The O’REILLYS AND THE PADDYHATS, Letzte Instanz Frontmann HOLLY LOOSE mit seinem Soloprojekt und die US-amerikanischen Pagan Death Metaller HELSOTT angeschlossen.

Tickets für die Wacken Winter Nights 2019 gibt es wie immer bei Metaltix.com!

Wacken Winter Nights III
22. – 24. Februar 2019
mit: Apocalypse Orchestra, Arkona, Bannkreis, Eluveitie, Ereb Altor, Grimner, Harpyie, Heilung, Helsott, Holly Loose, Huldre, Korpiklaani, Moonsorrow, Saltatio Mortis, Skiltron, The Dread Crew of Oddwood, The O’reillys and the Paddyhats, Trollfest, Trollfaust, Turisas, Serenity und vielen mehr!

Mehr unter:
www.wacken-winter-nights.com
www.facebook.com/WackenWinterNights
www.instagram.com/wackenwinternights.official/
 
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Wacken Stories: Uli Kruse

In fast 30 Jahren W:O:A kommt einiges an Geschichten zusammen – ob abgefahren, herzerwärmend, hintergründig oder einfach lustig. Diese Geschichten haben wir gesammelt und dazu mit den Leuten gesprochen, die auf oder neben dem „Wacken Holy Ground“ leben, arbeiten und feiern. Ihre Erlebnisse zeigen den besonderen Geist des Festivals, deshalb viel Spaß mit besonderen Anekdoten, die es nicht überall gibt: Hier sind die „Wacken Stories“!Uli Kruse (ehrenamtlicher Chef-Seelsorger, Klassik-Fan, Motorradfahrer)
„Mit Freaks hatte ich auch vor Wacken schon zu tun.“

Uli Kruse und seine Kollegen hatten 2009 erstmalig ihr Seelsorger-Zelt beim W:O:A aufgeschlagen, als der erste Haltsuchende kam. Eigentlich brauchte er nur einen großen Nagel. Dann blieb er hängen und schlug am Ende einen neuen Weg ein.

„Der Mann war mehr als 30 Minuten gelaufen und wollte zur Feuerwehr, aber wir konnten auch helfen. Wir hatten Nägel, die lagen bei uns rum, er hat das gesehen. Nach zwei Stunden kam er dann nochmal zurück und bedankte sich für die Hilfe. Am nächsten Morgen stand er wieder bei uns und begann zu erzählen: Stress mit der Ex, Sorgerechtsstreit, Alkoholprobleme, gerade den Job verloren. Wir haben dann fast jeden Tag geredet.

Mit acht Leuten haben wir damals angefangen, heute sind wir 20 ehrenamtliche Mitarbeiter, darunter Pastorinnen, Pastoren, Psychotherapeuten, Sozialarbeiter, Erzieher und Studierende, zehn Männer und zehn Frauen zwischen 25 und 72 Jahren. Wir arbeiten in Vier-Stunden-Schichten, zweimal am Tag, von Dienstagvormittag bis Sonntagmittag.

Die Problemlagen sind vielfältig. Da geht es um Ängste, Überforderungen, Probleme in der Schule oder am Arbeitsplatz, Verlust, Trauer, Depressionen, Suchtprobleme, Gewaltopfer und Verwirrte. Aber diese Probleme entstehen nicht in Wacken, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen damit aufs W:O:A. Im Alltag fehlt ihnen oft die Zeit, darüber zu sprechen, hier haben sie sie dann plötzlich – und Konflikte brechen heraus.

Als psychologischer Psychotherapeut hatte ich auch vor Wacken mit Freaks aus der Szene zu tun. Ich war immer wieder auf verschiedenen Veranstaltungen, auch hinter der Bühne. Es gibt aus meiner Erfahrung kein Festival in Deutschland, dass so friedlich läuft. Ausufernden Drogenkonsum, schwere Kriminalität, Gewaltexzesse – so etwas gibt es hier nicht. Hardcore ist nur der Geräuschpegel: Wir sitzen direkt am Infield, bei Polizei und Rettungsdienst. Wenn ich mich nach dem W:O:A aufs Motorrad setzte, genieße ich erstmal den Helm auf dem Kopf, das Abgeschirmtsein, und zu Hause lege ich ein Klavierkonzert auf. Ich brauche dann zwei Tage, um wieder alles zu hören. Aber trotz der Erschöpfung lohnt es sich immer wieder.

Mein Besucher von unserem ersten W:O:A kommt seither jedes Jahr, um zu reden und sich zu bedanken. Inzwischen hat er umgeschult, einen neuen Job, guten Kontakt zur Ex und sieht seinen Sohn regelmäßig. Der Nagel war übrigens ganz praxisorientiert für ein loses Brett am Boden seiner Zeltkonstruktion – aber auch gut für das Einschlagen eines neuen Lebensweges.

Ulis Wunsch fürs 30. W:O:A, wenn alles möglich wäre:
„Apocalyptica: ganz wunderbare Musik. Und weil ich auf gute Blödelmusik stehe: Torfrock. Ich habe alle Platten von denen.“

Katharina Metag

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Reload Festival 2019 – Early Bird Tickets ausverkauft

Das ging fix: Nur drei Tage nach Vorverkaufsstart sind die Early Bird Tickets für das Reload Festival 2019 ausverkauft! Ab jetzt sind die regulären Kombitickets für 99 € erhältlich. Diese bekommt ihr natürlich bei Metaltix!

Geschäftsführer André Jürgens kommentiert: „Da sind wir schon ziemlich baff. Dass das Festival dieses Jahr ausverkauft war, war eine höchst erfreuliche Premiere. Dass jetzt auch noch die Early Birds so schnell weg waren wie noch nie, zeigt uns, dass die Leute großes Vertrauen in uns haben. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Reload Festival 2019
22. – 24.08. Sulingen

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Wacken Stories: Franziska Dönnecke

In fast 30 Jahren W:O:A kommt einiges an Geschichten zusammen – ob abgefahren, herzerwärmend, hintergründig oder einfach lustig. Diese Geschichten haben wir gesammelt und dazu mit den Leuten gesprochen, die auf oder neben dem „Wacken Holy Ground“ leben, arbeiten und feiern. Ihre Erlebnisse zeigen den besonderen Geist des Festivals, deshalb viel Spaß mit besonderen Anekdoten, die es nicht überall gibt: Hier sind die „Wacken Stories“!Franziska Dönnecke (Chefin der Duhorn-Apotheke, Mutti der Mittelchen, Pflasterquelle)
„Keine Frage kann uns mehr schockieren“

Es gibt keine Frage, die ihr in der Apotheke noch nicht gestellt wurde, und keinen Festivaltag, an dem es nichts zu lachen gibt. Auch für ihre Kunden – wenn mal wieder die englischen Wörter durcheinander purzeln…

„Eigentlich habe ich jedes Wacken auf die eine oder andere Art mitgemacht. Beim ersten habe ich unten in der Kuhle Bier ausgeschenkt, später dann von meiner Mutter die Apotheke übernommen. Aber besonders gut erinnere ich mich noch an das Jahr 1996, als das W:O:A zum ersten Mal richtig groß wurde. Der Anreisetag war ein Samstag, ich stand mit meiner Kollegin am Fenster der Apotheke. Wir haben uns mit großen Augen die Nasen plattgedrückt, weil wir komplett fasziniert von der riesigen, schwarzen Karawane der Böhse Onkelz-Fans waren. Als ich dann mittags nach Hause fahren wollte, musste sich meine Kollegin ganz mutig mitten auf die Straße stellen, um die anderen Autos anzuhalten. Sonst wäre ich gar nicht vom Grundstück weg gekommen. Mittlerweile sind wir natürlich auf den Verkehr eingestellt und fahren auch immer von hinten ans Haus, aber damals kannten wir das ja gar nicht.

Nach so vielen Jahren Wacken Open Air gibt es eigentlich nichts, was mich oder meine Kolleginnen noch schockieren könnte. Wir haben vermutlich schon jede Frage gehört, und es gibt auch jeden Tag was zu lachen. Auch für unsere Kunden! Erst letztens hatte meine Kollegin eine englischsprachige Kundin umfassend zur Entzündung der Blase (engl. „bladder“, Anm.d.A.) beraten. Als sie der Frau dann ein natürliches Heilmittel empfahl, wies die darauf hin, dass sie lediglich Probleme mit den Blasen an ihren Füßen (engl. „blister“, Anm.d.A.) habe. Das war für alle sehr lustig.

Wir haben in der Woche natürlich einen enormen Zulauf, den wir so aus dem Alltag gar nicht kennen. Unser Großhandel in Itzehoe ist komplett auf das Festival und uns eingestellt. Fünf bis sechs Mal am Tag werden wir während des W:O:A mit jeweils bis zu zehn Arzneimittelwannen beliefert. Unsere Dauerbrenner sind Kopfschmerztabletten und Pflaster, in diesem Jahr haben die Fans oft nach Kühlpacks, Mundschutz und Augentropfen gefragt. Bei Matsch geht es dann mehr um Magen-Darm-Geschichten und Desinfektionsmittel.

Während des Festivals haben wir von acht bis acht Uhr geöffnet und sind natürlich extra stark besetzt. Aber wir machen es uns immer nett, und das ganze Team freut sich auch auf die Zeit. Denn die Wacken-Kunden sind alle wirklich super!“

Franziskas Wunsch für das 30. W:O:A, wenn alles möglich wäre:
„The Boss Hoss. Die habe ich bisher leider immer verpasst.“

Ann G. Jung

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